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Herausforderung Demenz

Gemeinsam gegen das Vergessen

Alzheimer-Demenz ist die häufigste Form der Erkrankung. Sie tritt aber auch nach Schlaganfällen oder durch Stoffwechselstörungen auf. Als Folge werden Gedächtnis, Orientierung oder Sprache beeinträchtigt. Auch kommt es zu emotionalen Veränderungen wie Angst, Schlafstörungen oder Depressionen. Ältere Menschen leiden häufig an Bewegungseinschränkungen. Die Folge: körperliche Beschwerden. Bewegungsarmut begründet und verstärkt physische Beeinträchtigungen – ein Teufelskreis.

Erscheinungsformen

Demenz umfasst einige Krankheitsbilder mit unterschiedlicher Ursache

Etwa 1,8 Millionen, vor allem ältere, Menschen sind in Deutschland von Demenz betroffen. Sie sind oft nicht mehr zur selbstständigen Lebensführung fähig. Die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei mehr als 360.000 jährlich – mit steigender Tendenz. Mit zunehmender Zahl demenziell veränderter Menschen wachsen die spezifischen Anforderungen, um ein fachlich angemessenes Versorgungsangebot für die Betroffenen zu realisieren. Betroffene Menschen benötigen ein großes Maß an Fürsorge und eine Umgebung, die ihren besonderen Bedürfnissen gerecht wird.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Hausgemeinschaften sind durch ihre Demenz besonders stark von Bewegungseinschränkungen betroffen, da ihnen häufig Initiative und Körperkraft fehlen. Einen Schwerpunkt der Tagesgestaltung nimmt daher die Bewegungsförderung ein. Viele Übungen werden immer wieder in die normalen Alltagsaktivitäten eingebaut. Wo spezielle Therapien notwendig und sinnvoll sind, erhalten unsere Bewohnerinnen und Bewohner diese durch Physio- oder Ergotherapeuten, die auf Rezept ins Haus kommen. Die Spezialisten führen ihre Bewegungs- und Gehtrainings dabei nicht nur in den Räumlichkeiten der Hausgemeinschaften durch, sondern verlegen diese häufig auch in unseren schön gestalteten Außenbereich. Der Garten ist als Sinnesgarten angelegt, das heißt, dass jahreszeitliche Bepflanzungen unseren Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit der Orientierung bieten. Außerdem dient der Pflanzenduft zur Sinnesanregung. Ein Rundweg kann sowohl mit dem Rollator als auch mit dem Rollstuhl genutzt werden. Stühle, Bänke und eine Terrasse laden zum Zusammensitzen ein. Darüber hinaus gibt es täglich zahlreiche Beschäftigungs- und Spielangebote, zu denen die Bewohnerinnen und Bewohner eingeladen werden. Durch diese vielfältigen Aktivitäten beugen wir der Impuls- und Hilflosigkeit vor und ermöglichen damit eine Einbindung in das soziale Gefüge der Wohngruppe.

Bundesministerium startet Demenz-Portal im Netz

Ein Internetportal bietet umfassende Informationen zum Thema Demenz. www.wegweiser-demenz.de wurde initiiert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und ist seit dem 21. September 2010, dem Welt-Alzheimertag, online. Demenzerkrankte und ihre Angehörigen finden hier viele nützliche Hinweise und Unterstützungsangebote. Themen des Demenzportals sind u.a. Therapie-, Pflege- und Hilfsangebote, gesetzliche Leistungen oder Rechte und Pflichten von Demenzerkrankten und ihren Angehörigen.

Betroffene und Interessierte finden darüber hinaus informatives Videomaterial sowie Austausch und Unterstützung in hilfreichen Ratgeberforen oder dem Weblog „Menschen und Erfahrungen“. Die Datenbank „Hilfe in meiner Nähe“ listet zudem Adressen, Öffnungszeiten und Ansprechpartner der Anlaufstellen vor Ort auf, zum Beispiel von Gesundheitsämtern, Pflegekassen oder Tagespflegeeinrichtungen.